Schule als sicherer Ort – unser Weg zum Schutzkonzept
Im den Schuljahren 2024/25 und 2025/26 hat das Gymnasium Vilshofen ein eigenes Schutzkonzept entwickelt, das Kinder und Jugendliche vor Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt besser schützen soll. Die Leitung des Prozesses lag bei der Schulpsychologin Susanne Huber, unterstützt von einer Arbeitsgruppe aus Lehrkräften. Ausgangspunkt war ein Pädagogischer Tag im September 2024, an dem das Kollegium den Bedarf für ein verbindliches Konzept feststellte.
Warum ein Schutzkonzept wichtig ist, zeigt der schulische Alltag: Schülerinnen und Schüler verbringen viel Zeit in der Schule, und sie brauchen klare Strukturen, verlässliche Ansprechpersonen und transparente Regeln, um sich sicher zu fühlen. Ein Schutzkonzept schafft genau das: es stärkt die Aufmerksamkeit für Grenzverletzungen, gibt Handlungssicherheit und macht Hilfsangebote sichtbar. Gleichzeitig legt es verbindliche Abläufe für den Ernstfall fest, damit Lehrkräfte wissen, wie sie bei einer Vermutung oder einem Verdachtsfall richtig reagieren. Der Interventionsplan beschreibt, wie Lehrkräfte Schritt für Schritt vorgehen sollen, damit Betroffene fachlich angemessen und verantwortungsvoll unterstützt werden.
Zu Beginn des Schuljahres 2025/26 wurde der Verhaltenskodex in allen Klassen durch die Klassenleitungen vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine kurze, verständliche Zusammenstellung von Regeln, die festhält, wie wir an der Schule miteinander umgehen und welche Grenzen im Kontakt zwischen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften gelten. Am 18. November, dem Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexualisierter Gewalt, gab es im Schulhaus einen Infostand mit Plakaten und Flyern. Zusätzlich wurde das Thema in den Klassen 5, 8 und 11 im Unterricht aufgegriffen und altersgerecht besprochen.
Die Entwicklung des Schutzkonzepts ist ein fortlaufender Prozess. Mit den ersten Umsetzungsschritten wurde ein wichtiger Grundstein gelegt, um das schulische Miteinander sicherer und bewusster zu gestalten.

V. l. Bernhard Glessinger, Schulleiter Stefan Winter, Schulpsychologin Susanne Huber, Rainer Dittmann, Pia Kincses, Christina Kehrer
StRin Susanne Huber







