Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium  

Premiere am Gym-Vof: Schule vergibt W-Seminar-Preis

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Ja, stolz waren sie schon ein wenig, die sechs Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, als sie für ihre Seminararbeiten ausgezeichnet wurden und anschließend beim Gruppenfoto beieinanderstanden. „Zurecht“, möchte man ergänzen, denn immerhin waren sie von ihren Kursleitern vorgeschlagen worden, beim Wettbewerb um den W-Seminar-Preis 2022 teilzunehmen, der heuer das erste Mal ausgelobt wurde. Vor einer kompetenten Jury, die aus Schulleiter Stefan Winter, der Vorsitzenden des Elternbeirats, Franziska Solger-Heinz, Redakteur Helmuth Rücker vom Vilshofener Anzeiger sowie den Schülersprechern bestand, referierten die Bewerberinnen und Bewerber acht Minuten lang über Thema und Inhalt ihrer Arbeit. Und die waren vor allem eines: Vielfältig und interessant: So fragte Antonia Treitinger in ihrer Arbeit beispielsweise, ob im Rahmen des Wirtschaftsfaktors Fußball-Bundeliga eigentlich noch der Sport im Vordergrund steht. Lena Birchinger erforschte hingegen, ob man im deutschen und amerikanischen Sozialsystem jeweils arm werden kann, wenn man an Diabetes, Typ I erkrankt. Ihr Fazit: In den USA, wo es keine Pflichtversicherung gibt, ist ein sozialer Abstieg unter gewissen Umständen sogar wahrscheinlich, während in Deutschland die notwendigen Kosten in der Regel erstattet werden.

Weiterhin informierten Judith Gabriel für das Fach Geografie über Religionen im Senegal sowie Mariella Schätz für das Fach Englisch über die Shetland Inseln. In den Fremdsprachen, muss man wissen, kommt beim Verfassen der Arbeiten immer noch die Schwierigkeit dazu, die Texte in der Landessprache zu schreiben. Eine Fähigkeit, welche die Teilnehmer des W-Seminars von Herrn Schnalzger sicher beherrschten, obgleich der Vortrag in deutscher Sprache gehalten wurde. Sehr interessant und mit großem Regionalbezug war schließlich Malina Zachers Referat über die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs in Vilshofen und Umgebung. Kenntnisreich zeichnete die Gymnasiastin die teilweise beklemmenden Geschehnisse dieses Zeitabschnitts nach und verdeutlichte so, wie unsicher das Leben in jenen Tagen war.

„Indigo“. Dieses eine Wort als Bezeichnung für einen Farbstoff bzw. für ein Farbpigment war schließlich der Titel der Arbeit und des Vortrags von Lukas Hölzl, dem einzigen männlichen Vertreter in der erlesenen Runde. Er beschäftigte sich mit der chemischen Zusammensetzung sowie den Eigenschaften dieser Verbindung und zeigte auf, in welchen Anwendungsbereichen Indigo zum Einsatz kommt. Wohl einer der bekanntesten: Keine Blue Jeans ohne Indigo! Lukas' Vortrag überzeugte schließlich neben der Jury auch das Publikum, bestehend aus den W-Seminar-Teilnehmern der Q12. Mit lang anhaltendem Applaus, der übrigens bei der Bewertung ebenso berücksichtigt wurde, bedachten die Schülerinnen und Schüler den Referenten. Doch insgesamt bekamen natürlich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel Applaus, sodass am Ende niemand enttäuscht sein musste. Für seinen Ersten Platz gewann Lukas Hölzl einen Geldpreis in Höhe von 100 Euro. Platz zwei sicherte sich Antonia Treitinger mit einem Preis von 75 Euro. Über jeweils einen dritten Platz, der mit 50 Euro dotiert war, konnten sich Lena Birchinger und Malina Zacher freuen. Judith Gabriel und Mariella Schätz bekamen schließlich Gutscheine der Buchhandlung Kirmse für ihre ebenfalls sehr guten Arbeiten. Wir gratulieren allen Teilnehmern zu ihren Preisen und dürfen für das kommende Schuljahr schon einmal ankündigen, dass der „GymVof-W-Seminar-Preis“ bestimmt keine Eintagsfliege war!

 OStR Markus Peter

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