Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium  

Zeige Herz und rette Leben! Warum das Thema Organspende uns alle betrifft

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Hat nicht jeder schon einmal davon geträumt, jemandem das Leben zu retten? Am besten mit viel Drama und einem Happy End – zumindest für die meisten Beteiligten? Das mag nach Hollywood oder Kino klingen, allerdings gibt es tatsächlich einen Weg, der dies ermöglicht, an den aber viele überhaupt nicht denken: Die Organspende!

Mehr als 9500 Menschen stehen in Deutschland auf der Warteliste für eine Organtransplantation, wobei die Dunkelziffer noch deutlich höher liegen dürfte. Doch mit nur 955 Spendern im Jahr 2018 gehört die Bundesrepublik leider zu den Ländern mit der geringsten Spendenbereitschaft. Da jede Person, die keinen Spender findet, dem sicheren Tod geweiht ist, sind dies durchaus tragische Zahlen. Dabei wäre es so einfach: ab dem 16. Geburtstag ist es möglich, einen Organspendeausweis zu beantragen. Diesen sollte man möglichst immer bei sich tragen, zum Beispiel in seinem Geldbeutel. Man kann ihn sowohl beim Arzt nachfragen als auch aus dem Netz herunterladen. Jetzt nur noch ausfüllen, fertig!

Doch natürlich wird das Thema in der Öffentlichkeit äußerst kontrovers diskutiert: In den meisten Fällen bedeutet eine Organspende nämlich auch den Tod des Spenders, der – vielleicht durch einen Unfall  - so schwer verletzt wurde, sodass schließlich der Hirntod eingetreten ist. Das eigene Ende und der Tod sind in unserer Gesellschaft normalerweise Tabu-Themen, und wer denkt schon gerne an das Sterben, wenn es nicht sein muss? Und wird ein schwer Verletzter eigentlich vorzeitig von den Ärzten aufgegeben, wenn er Organspender ist, und noch dazu jung? Vor allem davor haben die meisten Menschen Angst, wenn sie eine Bereitschaft zur Spende ablehnen. Auf der anderen Seite steht sicherlich eine der größten Chancen: Einem todkranken Menschen Leben zu spenden. Ein Spender kann im günstigen Fall bis zu sieben Menschen das Leben retten, genauso wie ein Baum bis zu elf Menschen mit Sauerstoff versorgt. Also, fill in and save lives!

Malina Zacher, Klasse 10c, und OStR Markus Peter

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