Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium  

Theater berührt viele Jugendliche

4% der 15- 30-Jährigen leiden laut Statistik unter Essstörungen. Umgerechnet ist das 1 Person in jedem Klassenzimmer!

Seit Jahren steigen die Zahlen, die Betroffenen werde immer jünger und es sind zunehmend auch junge Männer mit dabei. Es zeigen sich verschiedene Ausprägungen: Die Magersucht (Anorexia) kommt mittlerweile oft als 'gesunde Ernährungsumstellung' getarnt daher, bei der kaum mehr wirklich nährende Lebensmittel gegessen werden. Die Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) ist scheinbar eine 'Lösung' für den inneren Konflikt Hunger zu haben, viel essen zu können und doch nicht dick zu werden.

Das Klassenzimmerstück „Meine Schwester An(n)a“, basierend auf wahren Begebenheiten, inszeniert von Regisseur Mathias Schuh und gespielt von Schauspielerin Johanna Martin, sensibilisierte am 12.1. und 13.1.2023 die SchülerInnen der 10. Klassen des Gymnasiums Vilshofen für dieses Thema.

Der Titel „Meine Schwester An(n)a“ stellt ein Wortspiel dar: das zweite „n“ ist im Titel des Stücks eingeklammert, um auf den stillen Begleiter Anorexia, sozusagen eine zweite Schwester, anzuspielen. Durch die eindrucksvolle Darstellung wurden die Jugendlichen emotional erreicht, so dass sie aufmerksam werden und sich gegebenenfalls helfen lassen.

Die Schauspielerin erzählt die Geschichte von Karin und ihrer jüngeren Schwester Anna, die beide von einer Essstörung betroffen sind und diese ganz unterschiedlich durchleben. Berührend wurde auch durch das Vorlesen realer Tagebucheinträge gezeigt, wie eine Essstörung das Leben der Betroffenen beeinflussen und zerstören kann.  Das Ausmaß einer Bulimie-typischen Fressattacke verdeutlichte das Aufstapeln der leergegessenen Packungen an Lebensmitteln. Ein wesentlich schlankeres Cello, das extra für das Theaterstück angefertigt wurde, um das falsche Schönheitsideal zu symbolisieren, schuf einprägsame Szenen.

Im Anschluss an das eigentliche Theaterstück verteilte Frau Martin, eingebettet in ein erklärendes Gespräch, Flyer mit Kontakten zu Anlaufstellen für Beratung und Hilfe an die Anwesenden.

Eine etwas andere Art der Wissensvermittlung, die – auf Einladung von OStRin B. Weber - von den Jugendlichen gut aufgenommen wurde.

Anna Höng, 10a

 

 

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