Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium  

Über harte Entscheidungen am Beginn eines neuen Lebens: Schwangerenkonfliktberatung in den 10. Klassen

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Das Thema Abtreibung ist bereits seit mehreren Jahrzehnten fest in der gesellschaftlichen Diskussion verankert. Wann das Leben eigentlich beginnt, ob man sich vor dem Entschluss, eine Abtreibung vornehmen zu lassen, wie oft und wie intensiv beraten lassen sollte, wer eine solche Beratung durchführen darf und schließlich ob junge Frauen mit dieser Problematik letztlich zu sehr allein gelassen werden - diese Gesichtspunkte werden immer wieder von den Medien aufgegriffen und durchaus kontrovers behandelt. Doch obwohl das Thema präsent ist, haben die wenigsten Schülerinnen und Schüler auch persönliche Erfahrungen damit gemacht. Grund genug also, um einen kompetenten Referenten einzuladen, der unsere Zehntklässler eingehend informierte. Eva Cruchten (10c) hat ihre Eindrücke hierzu festgehalten: 

"Unter dem Begriff „Schwangerschaftskonfliktberatung“ können sich die meisten wahrscheinlich nicht so viel vorstellen. Deshalb bekamen wir, die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen, Anfang November 2019, auf Einladung von Frau Weber Besuch von Herrn Ramm, einem Referenten von "Aktion Leben e.V.". Dieser stellte uns zu Beginn seines zweistündigen Vortrags die Frage, ab wann man eigentlich von „Leben“ sprechen könne. Beginnt das Leben erst, wenn ein Kind auf die Welt kommt, oder schon bei der Befruchtung der Eizelle? Schon nach den ersten Gesprächsminuten stellte sich heraus, dass diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten ist. Dass die Antwort auf diese Frage aber nicht nur entscheidend ist für die Bewertung von und den Umgang mit Schwangerschaftsabbrüchen, sondern auch für die Beurteilung der Pille, wurde im Folgenden klar. Nach einer lebhaften Diskussionsrunde wurde uns "Aktion Leben e.V." und seine Arbeit, vor allem im Hinblick auf das Thema „Schwangerschaftsabbruch“ nähergebracht. Dabei erfuhren wir, dass Frauen vor der Abtreibung eines Kindes ein Beratungsgespräch führen müssen, welches sie zum Beispiel bei dieser Organisation machen können. Ziel von "Aktion Leben e.V."  ist es, Leben zu schützen und ungewollt Schwangeren Hilfen anzubieten, um Abtreibungen zu vermeiden. Frauen, die bereits abgetrieben haben, bietet „Aktion Leben e.V.“ seelsorgerliche und psychologische Betreuung an.

Anschließend lieferte uns Herr Ramm viele Informationen über die Rechtslage und präsentierte Daten zu Schwangerschaftsabbrüchen. Die meisten von uns reagierten sehr erschrocken, als sie erfuhren, dass in Deutschland jedes Jahr über 100.000 Kinder abgetrieben werden. Ein Schwangerschaftsabbruch sollte für eine gesunde Mutter nie eine Überlegung wert sein, so der Referent. Wie grausam die dabei angewandten Methoden sind, erklärten und veranschaulichten uns verschiedene Bilder. Auf diesen konnte man unter anderem erkennen, welche Folgen eine Abtreibung für Mutter und Kind hat. Nach dem sehr ausführlichen und interessanten Vortrag blieb leider kaum mehr Zeit für Fragen, und so verließen die meisten von uns mit eher gemischten Gefühlen und viel Stoff zum Nachdenken den Raum."

Eva Cruchten, Klasse 10c

 

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