Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium  

Schüleraustausch in virtuellen Welten

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Schüleraustausch in Coronazeiten? Schwierig. Doch seit Anfang November läuft der Austausch dennoch – und zwar im virtuellen Raum. Bereits im Juli hatte sich Julia Anthuber, Schülerin der Klasse 10c am Gymnasium Vilshofen, für einen virtuellen Schüleraustausch offiziell beworben - und es hat geklappt. Den Tipp hierfür hatte sie von einer Französischlehrerin erhalten, die davon über den offiziellen Newsletter des Kultusministeriums erfahren hatte. Damit die Austauschpartner auch gut zusammenpassen, hatte der Bundesjugendring als Veranstalter dieser Aktion ein eigenes „Matching“ durchgeführt, denn Teamarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Programms. Bereits in den Sommerferien stand dann fest, dass Emilie aus Québec Julias virtuelle Austauschpartnerin sein wird. Ab Oktober konnten sich die beiden dann per Mail schreiben und langsam kennenlernen. Bevor sie sich aber das erste Mal digital treffen konnten, wurde für die circa 15 bayerischen Schülerinnen und Schüler ein Vorbereitungstreffen im Format einer Videokonferenz organisiert. Hier gab’s Informationen zum Ablauf des Projektes sowie über faires Verhalten im Netz.Innerhalb von sechs Wochen bekommen nun die zwei insgesamt sechs Themenfelder, über die sie sich gemeinsam austauschen sollen. Tipps und Hinweise für die gemeinsamen Videokonferenzen, die Julia und Emilie wöchentlich durchführen, erhalten sie immer montags von „Marie-Pier”; sie liefert Beispiele und Ideen, was man so alles gemeinsam besprechen könnte. Die Ergebnisse können dann wiederum auf einer eigenen Plattform geteilt werden, so dass alle voneinander profitieren können. Hierbei geht es um Themen wie Essen, Kultur, Musik, Film und Ausflugstipps, aber auch der Klimawandel wird thematisiert. Auf diese Weise gelingt es, dass die Schülerinnen und Schüler immer wieder die Themen aus unterschiedlicher Perspektive betrachten und miteinander vergleichen.

Drei Videokonferenzen finden im Plenum statt, gemeinsam mit den Betreuenden. Ein Highlight daraus war ein Quiz über Landeskunde, Persönlichkeiten oder auch Redewendungen. Die Fragen mussten dann in Breakoutrooms gemeinsam beantwortet werden. So konnte auf beiden Seiten gelernt werden – z.B. die korrekte, bairische Aussprache von München (“Minga”), was denn ein “Halver Hahn” sei oder wie weit Québec von Frankreich entfernt ist. „Mir macht’s Spaß, mich mit Emilie auf Französisch zu unterhalten, auch wenn Englisch grundsätzlich auch möglich wäre”, berichtet Julia. So hat sie von ihrer Austauschpartnerin zusätzlich vieles nebenbei gelernt, so z.B. dass man in Montréal auch am Sonntag shoppen gehen kann und dass man in Kanada einen Film nicht anschaut, sondern anhört („écouter un film“). Bis zum 18. Dezember haben die zwei noch Zeit, um sich ihrem Austausch zu widmen, aber es kann gut sein, dass sie auch im Anschluss weiterhin in Kontakt bleiben werden.

von OStRin E. Helm

 

 

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