Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium  

Deutsch-französische Geschichte im Kinderbuch-Format: P-Seminar beweist Kreativität und präsentiert eines der drei besten Projekte in Niederbayern

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Nein, es lief anfangs wahrlich nicht rund: Im März des letzten Jahres stand das P-Seminar von Frau Siegharter zu den deutsch-französischen Beziehungen plötzlich ohne Projekt da. Die Corona-Pandemie durchkreuzte jäh den ursprünglichen Plan, eine Studienfahrt ins Elsass und die Normandie zu konzipieren und Orte wie das Europaparlament in Strasbourg oder die Landungsstrände der Alliierten in der Normandie zu besuchen. Europäische und deutsch-französische Geschichte sollte unmittelbar erlebbar werden. Auch Begegnungen mit französischen Schülern waren in diesem Rahmen bereits vereinbart. Und dann kam alles anders...

...und wurde auf unerwartete Weise wunderbar, denn in dieser verzwickten Situation entstand - nach langem Grübeln - die Idee, die Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen auf eine ganz besondere Art und Weise herauszustellen, in Form eines Kinderbuchs! So sollte und könnte den jüngeren Schülerinnen und Schülern verdeutlicht werden, wie wichtig dieses heute enge Verhältnis für die beiden Länder und ganz Europa ist, gerade angesichts der berüchtigten Zeitspanne der "Erbfeindschaft". Kaum war diese Idee geboren, ging es auch schon in die Planungs- und Umsetzungsphase. Eine Gruppe kümmerte sich um den Druck des Buches und die Finanzierung, eine andere um das Layout und die Illustration, eine dritte Gruppe um die altersgerechte Aufbereitung des historischen Stoffs in Form einer Kindergeschichte. Der "Zankapfel" Elsaß-Lothringen (symbolisch übersetzt in ein Baumhaus, um das sich zwei Jungen streiten) sollte darin die Hauptrolle spielen. Bei der Erarbeitung zeigte sich schnell, dass individuelle Stärken gefragt waren: Lena Jungbauer gestaltete beispielsweise die gesamte Illustration und steuerte somit Entscheidendes zur Optik bei. Aber auch die Geschichte selbst musste erdacht und mit Leben gefüllt werden, wofür sich Sarah Lackner und ihr Team verantwortlich zeichneten. Entstanden ist letztlich ein überaus ansehliches und kreatives Werk, das mit seiner Ausrichtung auf ein sehr junges Zielpublikum eine wertvolle Botschaft vermittelt. 

Die eigentliche Buchpräsentation musste wegen der Pandemie zwar leider ausfallen, aber zumindest online wurde das Werk in der vergangenen Woche, am deutsch-französischen Tag, in den 5. und 7. Klassen vorgestellt. Allen Beteiligten ein deutliches "Chapeau!" Die Schulgemeinschaft drückt fest die Daumen für den bayernweiten Praxis-Seminar-Wettbewerb des Kultusministeriums, an dem das Team teilnimmt und dort bereits einen tollen Erfolg errungen hat: Das Kinderbuch zur deutsch-französischen Geschichte wurde von der Jury zu einem der drei besten Projekte in Niederbayern gewählt! Gratulation! 

OStR Markus Peter

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