Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium  

Date mit einem Geodäten

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Die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe stehen kurz vor dem Übertritt in die Oberstufe. Damit rückt auch die Wahl eines Studienfachs oder einer beruflichen Ausbildung in den Vordergrund. Im Rahmen der Tage der Geodäsie stellte das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Vilshofen den Beruf des Geodäten vor. Nach der Begrüßung im Atrium des Gymnasiums Vilshofen stellten sich die Vertreter des Amtes bei den Schülerinnen und Schülern vor. Insgesamt sind ca. 55 Personen in den beiden Dienststellen des für den Landkreis Passau zuständigen Amtes beschäftigt. Nachwuchsgeodäten sind sehr gefragt, schließlich haben sie ein sehr vielfältiges Einsatzgebiet und werden für viele Bauvorhaben dringend benötigt.

Um diesen Beruf mit sehr guten Aussichten den Schülerinnen und Schüler näher zu bringen, präsentierten die Gäste des Gymnasium Vilshofen, was ein Geodät oder auch Vermesser alles kann und macht. Die Vermessung der Welt beschäftigt die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Der ursprüngliche Irrglaube, die Erde sein eine Scheibe, konnte schon 300 v. Chr. von Aristarch von Samos widerlegt werden. Mit Hilfe von Vermessungstechniken konnte der sogar den Erdumfang ermitteln. Aber auch in der Moderne spielt der Beruf des Geodäten eine zentrale Rolle. Neben den zu erwartenden Aufgaben wie das Messen der Höhe eines Berges, das Setzen von Grenzsteinen, Erstellen von Flurkarten und dem Feststellen des Eigentümers eines Grundstücks kann ein Vermesser sich auch mit ganz anderen Aufgaben auseinandersetzen. Dazu zählt das Erstellen von Karten für Navigationsgerät für Feuerwehrfahrzeuge, welche wegen ihrer Größe nicht jede Straße und Brücke befahren können, die Ermittlung der genauen Form unserer Erde und der Nachweis des Klimawandels anhand der sich verändernden Eismassen in Grönland. Das Aufgabenfeld eines Geodäten ist also breit gestreckt und abwechslungsreich.

Es gibt verschiedene Wege, auf denen man das Handwerk des Vermessers erlernen kann. Die unterschiedlichen Ausbildungswege wurden im Anschluss authentisch und schülernah vorgestellt. Genauso vielfältig wie das Aufgabenfeld sind auch die Bildungsmöglichkeiten. Neben der Ausbildung zum Geomatiker oder Katastertechniker ist es auch möglich, ein duales Studium oder ein Studium an einer Hochschule zu absolvieren. Die Reihe der Vorträge endete mit einer Vorstellung des Bayernatlas. Dynamisch und nah am Schüler orientiert wurden die Funktionen des Onlineatlas, welcher auch via App zugänglich ist, dargeboten. Online können damit amtliche Geodaten der letzten 200 Jahre eingesehen werden. Die Standardversion ist im Internet kostenlos nutzbar, die kostenpflichtige Version Bayernatlas plus kann von Schülern ebenfalls kostenfrei genutzt werden.

Nach einer Pause begab sich eine der 10. Klassen auf den Sportplatz. Dort hatten die Mitarbeiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung bereits eine Aufgaben für die Jugendlichen vorbereitet. Mit Unterstützung der Experten durften die Schülerinnen und Schüler sich selbst als Vermesser betätigen und konnten so eigene Erfahrungen als Geodäten sammeln. Nach zwei Schulstunden ging eine lehrreiche und interessante Veranstaltung zu Ende. Das Gymnasium Vilshofen bedankt sich beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sowie seinen Mitarbeitern.

Matthias Nebl, StR

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