Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium  

Mit Trommelwirbel und Applaus: Das P-Seminar Kunst enthüllt sein Graffiti

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So voll war es noch nie hinten auf der Laufbahn des Gym Vof! Am Mittwoch vor den Allerheiligenferien drängelten sich dort in der Pause Schüler:innen und Lehrer:innen, um bei der Enthüllung des 48qum großen Graffitis auf der Betonmauer entlang der Laufbahn dabei zu sein. Endlich fällt der Vorhang unter Trommelwirbel und Applaus und die 8 Schülerinnen des P-Seminars Kunst können stolz ihr neuestes, letztes und auf jeden Fall auch größtes Graffitipiece der Schulfamilie präsentieren. Knallbunt und effektvoll kommt die Abschlussarbeit des Projektseminars auf den ersten Blick daher, aber auch auf den zweiten Blick gibt es einiges zu entdecken: ein schwarzer Läufer taucht immer wieder an verschiedenen Stellen auf, Sprechblasen grüßen auf Englisch, Französisch und Latein, ein pinker Schulbus bahnt sich seinen Weg, eine kuschelige, glupschäugige Eule sitzt fett vor der dunklen Silhouette des Eingangsbereiches des Gymnasiums, aus eine grampy can dampft ein GYM VOF-Logo, die Tasten eines Klaviers scheinen zu tanzen, auf einem riesigen Globus sind verschiedene Orte rot markiert und bevor zum Abschluss ein Feuerwerk aus einer Sektflasche farbenfroh und feierlich in den Nachthimmel knallt – tja, da kotzt die schwarze Läufersilhouette doch noch schnell ins Eck. Schulnoten sind es, die herauskommen, um die sich am Ende so vieles gedreht hat, die man nun aber gar nicht mehr sehen kann. Was wirklich bleibt sind andere Dinge, die einen auf seinem Weg zum Abitur begleiten. Kann man die Schullaufbahn am Gym Vof so in einem 35m langen Graffiti zusammenfassen? Dazu darf sich gerne jeder selber ein Urteil bilden.

Viel wichtiger sind am Ende auch hier die Erfahrungen, die die Schülerinnen in den 3 Kurshalbjahren während vieler Seminarsitzungen, Projekttagen, Exkursionen und auch einigen „Überstunden“ machen konnten. Nämlich was es bedeutet im Team ein künstlerisches Konzept dieser Größenordnung zu erarbeiten und in dieser Qualität, was viel, viel Üben bedeutet, auch gemeinschaftlich umzusetzen, sich selbst zurückzunehmen und das, wo doch Künstlertypen meistens Individualisten sind. Wie es sich anfühlt, selbständig und eigenverantwortlich zu agieren und auch mal zu improvisieren, wenn die Bestellung mit den Spraydosen nicht zum gewünschten Termin da ist. Oder wie viel Durchhaltevermögen es kostet, um auch auf den letzten Metern noch durchzuhalten und solch ein Projekt sogar mit einer kleinen, aber doch sehr gelungenen Ausstellung und Enthüllung würdig abzuschließen.

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Bei so viel Geglücktem nicht zuletzt wegen dem großen Engagement, der nötigen Selbständigkeit und dem wirklich beeindruckenden Teamgeist der Schülerinnen, tritt man als P-Seminarleitung gerne und zurecht in den Hintergrund. Gleichzeitig ist man als Lehrkraft gerade bei einem Projektseminar mit sehr viel Herzblut dabei und da schmerzt es dann schon ein wenig, bei einem halbseitigen Zeitungsartikel darüber überhaupt gar nicht erwähnt zu werden.

OStRin Christina Lehner

Gymnasium Vilshofen

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