Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium  

Die Hacker waren da - Elternabend in Kooperation mit dem BayernLab Vilshofen

 b_400_0_16777215_00_images_bayernlabhacking03.jpgDie Naivität und Unwissenheit vieler Nutzer macht es Hackern leicht auf fremden Computern einzudringen.

Am Donnerstagabend konnten die Vilshofener selbst erleben, wie schnell sich ein Profi Kontrolle über einen fremden Computer verschafft. Das BayernLab Vilshofen an der Donau hat Markus Tröscher und Roberto Becker, IT-Profis der Firma Allgeier-CORE, eingeladen, Tipps und Tricks rund um die Computer- und Smartphone-Sicherheit zu präsentieren. 

Schon nach wenigen Minuten hat Roberto Becker mit Hilfe einer E-Mail, in deren Anhang sich ein Trojaner versteckt, Kontrolle über den Laptop seines Kollegen. Mit diesem sehr alltäglichen Beispiel hatten die beiden Vortragsprofis das Publikum in ihren Bann gezogen. "Fehlt die persönliche Anrede, kommen Ihnen die Absenderadresse oder ein Anhang komisch vor oder erhalten Sie Warnmeldungen, dann sollten Sie alarmiert sein. Mails lassen sich leicht fälschen“ erklärt Markus Tröscher und zeigt am eigenen Rechner die Merkmale, die auf „Fake“-E-Mails hinweisen und empfiehlt für Windowsrechner immer ein Virenschutzprogramm, das auch aktuell gehalten werden muss, da täglich bis zu 400 000 neue Computerviren ihren Weg ins Internet finden. 

Aber auch auf anderen Wegen finden Viren und Trojaner den Weg auf den heimischen Computer. Ein gefundener USB-Stick, eine fremde Speicherkarte, Tablets und Handys können infiziert sein, und sobald das Gerät am eigenen PC angesteckt wird können die Schadprogramme auf das heimische Gerät gelangen.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt am Donnerstag war die Verwendung eines „starken“ Passworts. Auch hier haben die beiden IT-Profis mit einfachen Passwörtern mit wenigen Stellen zuerst demonstriert, wie schnell ein vierstelliges Passwort geknackt werden kann, dass aber schon ein achtstelliges Passwort drei Tage Rechenzeit benötigt und ein zwölfstelliges erst nach 400 000 Jahren geknackt werden kann. Dies alles mit heutiger Alltagstechnik. Markus Tröscher hat auch für Passwörter ein einfaches Rezept: „Merken Sie sich einen Songtitel oder Satz, verwenden Sie die Anfangsbuchstaben der Wörter, ersetzen die Leerzeichen durch Sonderzeichen; schon haben Sie ein starkes Passwort!“

Letzter Programmpunkt der informativen und kurzweiligen Präsentation war die Verwendung freier WLAN-Netze. Im Atrium Vilshofen waren, wie aus Geisterhand auf einmal an die 25 WLAN-Zugänge am eigenen Smartphone sichtbar. Für das Phänomen war wiederum ein Gerät der Hacker verantwortlich, der „Pineapple WiFi“ hört alle Smartphones im Saal ab, die die WLAN-Funktion aktiviert haben. Dazu sollte man wissen, dass jedes Handy in regelmäßigen Abständen immer wieder nach gespeicherten WLAN-Zugängen sucht und ein Signal absetzt, dieses wird von der „Pineapple WiFi“ abgehört und als eigener Zugang ausgegeben und schon hat das Gerät Zugang zu fremden Smartphones, Tablets uns Laptops.

Zu den 3 aufeinander folgenden Veranstaltungen im Atrium Vilshofen konnten Schulleiter Stefan Winter und Walter Bayer, Leiter des BayernLabs Vilshofen an der Donau, insgesamt über 650 Gäste begrüßen. Die ersten zwei Veranstaltungen waren auf Schüler abgestimmt, teilgenommen haben das Gymnasium Vilshofen, die Montesorri-Schule Vilshofen, die Mittelschule Eging am See, die Evangelische Realschule Ortenburg und das Anton-Bruckner-Gymnasium aus Straubing. Die für alle offene Abendveranstaltung war mit über 240 Gästen sehr gut besucht, die Resonanz aus dem Publikum auf die vorgestellten Inhalte durchwegs positiv, was sich auch in den zahlreichen Fragen und Wortmeldungen zeigte.

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Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Toni Scholz, BayernLab Vilshofen

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