naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium.  

Projektvormittag Geodäsie am Gymnasium Vilshofen

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„In rohstoffarmen Ländern kommt Bildung, auch und gerade in den naturwissenschaftlichen Disziplinen eine herausragende Bedeutung zu. Als Grundlage für die technische und wirtschaftliche Entwicklung bilden sie die Basis für den Wohlstand und die Stabilität unserer Gesellschaft.“ Mit diesem leidenschaftlichen Plädoyer für eine solide Grundbildung in den naturwissenschaftlichen Fächern eröffnete der Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Vilshofen, Hans Fuller, einen Projektvormittag am Gymnasium Vilshofen im Rahmen der Woche der Geodäsie. In einem spannenden Vortrag erklärte Fuller den rund 100 Schülerinnen und Schülern aus den 10. Klassen die Grundlagen der Geodäsie, also der Landvermessung. Die Schüler bekamen Informationen zur historischen Entwicklung der Landvermessung und einen Einblick in die Funktionsweise wichtiger Werkzeuge des Geodäten. Selbstverständlich sind digitale Techniken in der modernen Landvermessung nicht mehr wegzudenken. Vermessungspunkte und Grenzlinien werden heutzutage GPS-unterstützt aufgemessen und die Daten drahtlos auf die Datenbanken der Behörde übertragen. Fuller betonte aber, dass Sinus, Kosinus und Tangens nach wie vor unentbehrliche Werkzeuge des Geodäten bilden. Mit großem Interesse folgten die Schülerinnen und Schüler den Ausführungen Fullers zum Studium und Berufsbild eines Vermessungsingenieurs. Natürlich sind technisches und naturwissenschaftliches Interesse Pflicht für jeden, der ein Studium der Geodäsie ergreifen will. Nach einem erfolgreichen Studium erwartet den Geodäten allerdings ein äußerst abwechslungsreiches Berufsbild. Neben der Arbeit im Büro am PC nehmen Einsätze im Gelände breiten Raum ein. Wer diese Abwechslung schätzt und daneben kommunikativ und bereit ist, neue Herausforderungen anzupacken, dem bieten sich sowohl im privaten als auch im staatlichen Bereich hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten. Das bestätigte auch Fullers Mitarbeiter, Matthias Holstein, der in seinem Vortrag technische Aspekte bei der Landvermessung erklärte und die Tätigkeit im Außendienst anhand von Bildern präsentierte. Den Schülerinnen und Schülern wurden auch die vielfältigen Möglichkeiten des sog. BayernAtlas aufgezeigt, ein mächtiger Online-Kartendienst der Bayerischen Vermessungsverwaltung (www.bayernatlas.de).

Im Anschluss an die Vorträge im Atrium bekamen die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, mithilfe eines Theodoliten und eines GPS-Gerätes Plastikplättchen aufzufinden, die zuvor auf dem Rasenplatz der Schulsportanlage versteckt wurden. Für ihr Geschick bekamen die Schülerinnen und Schüler großes Lob: „Eine Strecke von 49 m auf einen dreiviertel Meter genau abzuschreiten, das machen auch die Profis nicht besser“. Fuller und sein Team freuen sich, dass ein Absolvent der Absolvia 2017 das Studium der Geodäsie aufnehmen will und hoffen, dass auch der diesjährige Projekttag bei dem oder der ein oder anderen die Lust wecken konnte, die „Welt zu vermessen“.

Foto (Holzer): Schülerinnen und Schüler aus den 10. Klassen mit Hans Fuller vom Vermessungsamt

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