naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium.

Vilshofener Gymnasiasten an der Fakultät für Physik der Universität Regensburg

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Am Freitag vor den Frühjahrsferien unternahmen die beiden Physik-Kurse der Q11 des Gymnasiums Vilshofen eine Exkursionsfahrt an die Fakultät für Physik der Universität Regensburg.

Vilshofener Schüler sind dort gern gesehene Gäste und wurden von den Mitarbeitern der Fakultät um Dr. Stephan Giglberger herzlich begrüßt. Insbesondere auf die Möglichkeit zum eigenständigen Experimentieren in den Ausbildungslaboren der Universität waren die Schüler sehr gespannt. In Zweiergruppen konnten die Schüler unter Anleitung ein Experiment zum sog. Hall-Effekt durchführen. Dieser beschreibt das Auftreten von elektrischen Spannungen, wenn ein elektrischer Leiter geeigneter Form in einem Magnetfeld bewegt wird. Anwendung findet dieser Effekt beispielsweise bei kontaktlosen Geschwindigkeitsmessern am Fahrrad oder zur Positions- und Geschwindigkeitsbestimmung von Roboterarmen. Im Schulunterricht wurden die theoretischen Grundlagen geklärt. Durch die Auswertung der Experimente konnten die Schüler die Dichte der Ladungsträger in einer Kupfer- und einer Zinkplatte mit hoher Präzision bestimmen. Die akademischen Betreuer waren vom experimentellen Geschick der Vilshofener Schüler begeistert. Nach dem eigentätigen Experimentieren erhielten die Schülerinnen und Schüler noch die Gelegenheit zum Besuch von Laboren und standen nur etwa einen Meter vom kältesten Punkt Bayerns entfernt, wo bei Temperaturen von nur wenigen Millionstel Grad über dem absoluten Temperaturnullpunkt von -273,15°C Experimente mit einzelnen Elektronen durchgeführt werden. Ein Rundgang durch das Rechenzentrum der Universität brachte die überraschende Erkenntnis, dass die ökologische Nutzung der Abwärme der universitätseigenen Hochleistungsrechner für die Wissenschaftler, die damit arbeiten und rechnen unerwartete Herausforderungen bietet. Theoretische Teilchenphysiker arbeiten hier mit örtlichen Heizungsbauern zusammen und entwickeln innovative Kühlkreisläufe, über die ganz eigene wissenschaftliche Arbeiten verfasst werden. Nach diesem hochinteressanten Einblick in die Innen- und Unterwelt einer Universität erhielt die Gruppe noch einen Überblick über den Campus der Universität mit der Bibliothek, der Mensa und weiteren Fakultäten. Die Begleitlehrkräfte, sowie die Schülerinnen und Schüler dankten den hoch motivierten Betreuern der Fakultät für den interessanten, spannenden und abwechslungsreichen Tag, der mindestens die Erkenntnis brachte, dass es in der Physik vor allem um Superlative geht: Sehr schnell, sehr kalt, sehr klein, sehr genau und dass man alles immer noch besser machen kann.

Dr. Wolfgang Holzer, StD
Matthias Nebl, StR

(Foto: Holzer)

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